Selbstanpassende Bleche - Piano

Das Piano selbstanpassendes Dach- und Fassadenblech ist ein relativ neues Produkt auf unserem Markt, welches noch vor langer Zeit sein hohes Ansehen europaweit erworben hat. Aufgrund seiner hervorragenden Merkmale und einer universellen Anwendung und vor allem wegen seines vorzüglichen Aussehens scheint es auch zum Standard auch in unserem Land zu werden. Seinem Aussehen nach erinnert Piano am meisten an das klassische gefaltzte Blech und es stellt eigentlich eine ziemlich verbesserte Lösung dar.

Ein großer Vorteil des Piano selbstanpassenden Dach- und Fassadenblechs liegt in der Anwendungsmöglichkeit bei zahlreichen Dach- und Fassadenunterkonstruktionen.

Der Einbau kann einschichtig auf eine flache Platte oder auf Dachlatten, sowie zweischichtig, in Kombination mit trapezförmig profilierten Blechen erfolgen. Dieses moderne und innovative Profil ermöglicht den Einbau des gesamten Daches und der Fassade ohne eine einzige sichtbare Schraube, was eine sehr oft vorgkommende Forderung der Bauherren darstellt. Elegante Verstärkungen entlang des Profils sorgen für ein effektvolles Aussehen.

Vorbereitung der Unterkonstruktion

Der Dachbelag Piano kann auf Dächern mit einer Dachneigung, die nicht unter 3% liegt, angewandt werden. In der Ausführung des Dachblechs kann Piano auf einer flachen mit Brettern oder mit Latten belegten Unterkonstruktion eingebaut werden. Vor dem Einbau des Dachblechs wird eine dunstdruchlässige-wasserduchlässige Folie angebracht und das Dachprofil wird jeweils auf 30-50cm gefestigt. Vor dem Einbau wird der Dachwinkel überprüft, bzw. es wird festgestellt, ob die Dachkonstruktion mit einem Winkel von 90° eingebaut ist. Im Falle dass die Dachgeometrie nicht stimmt, müssen die Abweichungen ermittelt werden, wovon auch die Art und Weise abhängt, wie diese Abweichungen zu berichtigen sind – entweder mit dem seitlichen Abschneiden oder mit geringfügigen Korrekturen an Plattennahtstellen.

Einbau eines einschichtigen Dachblechs

Im Falle dass nur mit einer Blechschicht eingedeckt wird, wird das Belgen der gesamten Dachplatte mit Brettern emfohlen, obwohl es keine Voraussetzung ist. Auf ein mit Brettern belegtes Dach wird eine Folie angebracht, wonach das Dach mit Brettern belegt wird, indem längliche Latten eingebaut werden und darauf Quer-Latten mit Abstand von jeweils 30-50cm. Das Piano kann auch direkt auf die Folie angebracht werden, ohne das vorher Latten eingebaut werden. Darüber hinaus kann der Einbau auch auf einer vorbereiteten Stahl – Unterkonstruktion durchgeführt werden.

Längliche Zusammenlegung von Tafeln ist erforderlich, wenn sich der Kunde aus bestimmten Gründen dazu entscheidet, das die Eindeckung mit zwei oder mehreren Tafeln in einer senkrechten Reihe vorgenommen wird. Auf Dächern mit Dachneigung unter 8% (1:7) soll die Überdeckung bei mindestens 500 mm liegen. Bei Dächern mit einer Dachneigung über 8% überträgt die Mindestüberdeckung von zwei Tafeln 250 mm.

Dach- und Fassadenblech in der Sandwich-Ausführung

Neben der einschichtigen Eindeckung oder Belegung der Fassade mit Blech kann der Einbau auch in der Sandwich-Ausführung mit Wärmedämmung vorgenommen werden. Der Aufbau des Dachs oder der Fassade sieht in dem Fall wie folgt aus:

1. Inneres profiliertes Blech
2. PVC -Folie (Dunstsperre)
3. Unterkonstruktion
4. Wärmedämmung
5. Dunstdurchlässige und wasserdurchlässige Folie
6. Das äußere profilierte Blech

Dachrinne mit Rinnenleiste

Genau so wie bei den anderen Dachbelägen fängt auch hier der Einbau mit der Dachrinne und der Rinnenleiste, die den Raum zwischen der Dachrinne und dem Dachblech abdichtet.

Mauernähte

Die Mauerleiste wird an den Stellen angebracht, wo der Eindeckungsstoff direkt bis zur Mauer reicht. Sie dienen zum Schutz vor dem Eindringen des Wassers in das Innere des Bauwerks, bzw. sie verhindern die Befeuchtung von Wänden, sammeln die Niederschläge und führen sie bis zur Dachrinne. Die Mauernähte werden nach dem Einbau des Dachbelags angebracht.

Windleiste

Die Grundfunktionen der Windleisten sind: Schutz des Dachblechs vor den Einwirkungen des Seitenwinds, Schutz der Dachpfetten mit Einnähen sowie die ästhetische Funktion. Die Windleiste wird nach dem Einbau des Dachblechs Piano eingebaut.

First

Für Dachbleche gibt es mehrere Modelle First, die nach sich nach Aussehen und Einbauart unterscheiden. Standardmäßig gibt es Firsten, die gerade auf das profilierte Teil des Priano Profils angebracht werden, oder First wird ausgeschnitten, so dass es auf das profilierte Teil angelehnt wird.

Blechdicke: 0,5 mm – 0,8 mm
Eingangsbreite des Bandes: 625 mm
Profilbreite: 475 mm
Länge: abhängig von Transportmöglichkeiten (12 000 mm)

Es ist aus verzinktem Feinblech gefertigt und bei Bedarf könnte es von farbigen Aluminium und Kupfer werden.

Farbenauswahl kann nach Wunsch des Auftraggebers ausgeführt werden aus der RAL - Karte

RAL ton karta

Vorbereitung und Überprüfung der Unterkonstruktion

Für ein hochwertiges und funktionsfähiges Dach ist es erforderlich, die Dach-Unterkonstruktion vorzubereiten, worunter die Belegung mit Brettern auf dem gesamten Dach und das Anbringen der dunstdurchlässigen – wasserdurchlässigen Dachfolie verstanden wird, die für die richtige Lüftung der Dachkonstruktion sorgt. Darüber hinaus sind Längs- (senkrechte) und Querlatten (waagerechte) einzubauen.

Die Art und Weise des Einbauens von Latten auf regelmäßigen Abständen und mit ordnungsgemäßer Verteilung wurde im Abbild dargestellt. Die geringste Höhe der Längslatte (senkrecht) beträgt 12 mm, wobei für die Querlatten (waagerechte) standardmäßig die Dimension 30x50 mm (Mindestmaße 25x50 mm) verwendet wird. Es ist sehr wichtig, die Verteilung von Latten druchgängig einzuhalten.

Es ist zu überprüfen, ob die Dachunterkonstruktion mit dem Winkel 90° eingebaut wurde. Wenn es nicht der Fall sein sollte, ist es erforerlich, die erste Platte mit der Traufe einzuebnen und den seitlichen Teil der Dachziegelplatte abzuschneiden und mit der Dachkonstruktion einzuebnen.

Einbau des Dachblechs und der Begleitelemente/h2>

Dachrinnen mit der Rinnenleiste

Die Dachrinnen dienen zur Ableitung von Niederschlägen vom Dach, während die Rinnenleiste den Raum zwischen dem Dachblech und der Dachrinne abdichtet. Zunächst wird der Einbau der Haken vorgenommen, wobei die Haken derartig anzupassen sind, dass die Dachrinnen entsprechende Neigung haben, daraufhin folgt die Dachrinne und am Ende die Rinnenleiste.

Windleiste

Die Windleiste hat die Schutzfunktion für das Dachblech vor der Einwirkung des Seitenwinds, sowie die ästhetische Funktion. Der Einbau wird, abhängig vom Typ der Windleiste, entweder vor oder nach dem Einbau des Dachblechs vorgenommen.

Mauerleiste

Die Mauerleiste dient als Mauerschutz an Stellen, wo das Dachblech bis zur Mauer reicht. Darüber hinaus verhindert sie das Eindrigen des Wassers in das Innere der Bauwerke und leitet das Wasser zur Dachrinne ab. Die Mauerleiste wird – abhängig vom Typ – entweder vor oder nach dem Einbau des Dachblechs eingebaut.

Dachsenkung

Die Dachsenkung kann zur Ansammlung und Ableitung von Niederschlägen, oder als Dachrinne dienen. Die Senkung wird vor dem Einbau des Dachblechs eingebaut.


Schornstein - Umnähte

Die Funktion der Schornstein Umnähte ist gleich wie die Funktion der Mauernähte. Die Schornstein – Umnähte werden in der gleichen Phase eingebaut wie das Dachblech.


Dachfenster

Ein Dachfenster wird mit bereits vorbereiteten Umnähten geliefert, sodass das Fenster leicht eingebaut werden kann. Die Umnähte des Dachfensters haben standardmäßig die Farbe des Dachblechs.

Mansard-Naht

Falls es sich um ein Mansarddach handelt, wird zunächst das Dachblech auf dem Fassadenteil eingebaut, daraufhin wird die Umnahtleiste eingebaut und danach auch das Dachblech auf dem Dach.

Einbau des Dachblechs in Form der Dachziegel

Dachziegelförmige Dachbleche werden standardmäßig in Platten geliefert, deren Länge der Länge der Dachplatte entspricht. Wenn die Länge der Dachplatte groß ist (über 7 m), so wird empfohlen, dass die Dachblechplatten aus zwei oder mehreren Teilen hergestellt werden, wobei man auf die Plattenlänge jeweils 100 mm für jede Überdeckung hinzufügen soll. Die sich überdeckenden Platten sollen einen ordnungsgemäßen Anfang und das Ende haben (n Dachziegel x 350 mm + 100 mm für jeden Anfang und das Ende der Platte).

Dachziegelförmige Dachbleche sind um 70 mm länger als die Dachplattenlänge. Dieses Blechteil wird von der Traufe in die Dachrinne überlassen, was man bei der Bestellung und dem Einbau des Blechs berücksichtigen soll.

Hier haben wir uns bemüht, eine etwas aufwendigere Dachausführung darzustellen, nämlich ein mehrschaliges Dach mit zahlreichen Neigungen mit unterschiedlichen Formen.

Einbau des Dachblechs - Typ A

Nachdem der Einbau von Umnähten, die unterhalb des Blechs kommen, fertig wird, kann mit dem Einbau des Dachblechs begonnen werden. Die Eindeckung wird standardmäßig von rechts nach links vorgenommen (von der Traufe Richtung First gesehen). Man soll vor allem auf den Einbau der ersten Platte achten, die mit der Traufe einzuebnen ist. Wenn die Dachkonstruktion nicht den Winkel von 90° hat, ist es erforderlich, die erste Platte seitlich abzuschneiden, damit auch an dieser Stelle das Dachblech mit der Konstruktion eingeebnet wird.

Einbau des Dachblechs - Typ B

Bei solchen Platten werden zunächst längere Platten und danach kürzere Platten eingebaut.
Kürzere Platten müssen einen ordnungsgemäßen Anfang und das Ende haben (n Dachziegeln x 350 mm + 100 mm für den Anfang und das Ende der Dachziegel). Nachdem auch kürzere Platten eingebaut worden sind, wenn sie die Traufe über 70 mm überlagern, ist es erfoderlich, diese auf der Traufe abzuschneiden.

Einbau des Dachblechs - Typ C

Bei diesem Typ der Dachplatte muss man beachten, dass alle Platten des Dachblechs, die auf die Neigung kommen, einen ordnungsgemäßen Anfang und das Ende haben (n Dachziegeln x 350 mm + 100 mm für den Anfang und das Ende der Dachziegel).

Beim Einbau werden die Platten, die auf die Neigung kommen im unteren Bereich geschnitten und an die Form der Dachkonstruktion angepasst.

Einbau des Dachblechs - Typ D und E

Bei dieser Platte ist es erforderlich, zunächst die längsten Platten einzubauen und daraufhin die Platten auf Neigungen, die nach Neigung abgeschnitten werden sollen, damit sie der Form der Dachkonstruktion folgen.

Der Einbau des Dachblechs auf eine Dachplatte mit einer Gaube und einem Schornstein

Bei dieser Platte beginnt der Einbau von rechts und an den Stellen, wo die Dachplatten bis zum Schornstein oder zur Gaube reichen. Es werden zunächst untere Dachplatten eingebaut. Danach wird das Einschneiden der Platte nach der Form des Schornsteins oder der Gaube vorgenommen, sowie deren Einbau. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass vor dem Einbau des Dachblechs, die Dach–Umnähte einzubauen sind.

First

Der Einbau des Firstes wird nach der Fertigstellung des Einbaus des Dachblechs vorgenommen. Vor dem First wird der Profil-Füller eingebaut, obwohl der First auch ohne den Füller eingebaut werden kann. Die Firste werden durch die Dachziegel-Rippe SVP mit 70 mm langen Schrauben gefestigt (4 Stück/m First).

Schneefanggitter

Als Vorrichtung gegen Dachlawinen auf Dachblechen in Dachziegelform dienen linienförmige 1250 mm lange Schneefanggitter, obwohl auch ein Schneefanghaken verwendet werden kann. Die Schneefanggitter werden durch Dachziegel-Rippe SVP mit 70 mm langen Schrauben (4 Stück/m Schneefanggitter) gefestigt.

Die Anzahl der Schneefanggitter hängt von der Länge der Dachplatte, der Dachneigung und den klimatischen Bedingungen ab. Auf bis zu 6m langen Dachplatten sollen mindestens 2 Schichten (oder 3 Schichten in Zick-Zack Verteilung) Schneefanggitter eingebaut werden und auf über 6 m mindestens 3 Schichten (oder 4 Schichten in Zick-Zack Verteilung). Die Verteilung von Schneefanggittern auf dem Dach wurde im Abbild dargestellt.